Ein ungewöhnlicher Titel. Ein Titel, der alles offen lässt, sich nicht festlegen will? Nein. Die drei Punkte stehen für die Stadt, ihre Menschen und auch für die Umgebung von Innsbruck. Themen, die Artur Nikodem geprägt haben und mit denen er sich intensiv auseinander gesetzt hat.
Mit der Ausstellung „Artur Nikodem. Innsbruck und …“ würdigte das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit.
Vor 110 Jahren, 1908, entschloss sich Artur Nikodem, mit seiner Familie in Innsbruck sesshaft zu werden. Die Übersiedlung war auch ein prägender Einschnitt in seinem künstlerischen Schaffen. Die Freundschaften zu Malerkollegen wie Rudolf Katzung und den Brüdern Theodor und Wilhelm Prachensky, mit denen er engen Kontakt pflegte, inspirierten und beeinflussten ihn. Nach Nikodems Pensionierung vom Postdienst 1920 konnte er sich ganz der Malerei widmen. Als freier Künstler nahm er an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil. In seinen letzten Lebensjahren blieb ihm jedoch die öffentliche Anerkennung verwehrt. Artur Nikodem starb am 10. Februar 1940 und wurde am Wiltener Friedhof bestattet. 1964 ehrte die Stadt Innsbruck posthum den Künstler, indem eine Straße im Stadtteil Arzl, der Nikodemweg, nach ihm benannt wurde.
In der Kunstsammlung der Stadt Innsbruck befinden sich Gemälde sowie Grafiken. Letztere stammen zum großen Teil aus dem Nachlass des Künstlers und wurden 1973 vom Stadtarchiv Innsbruck angekauft. Die Werke geben einen Einblick in die Bandbreite von Nikodems künstlerischen Schaffen und in seine Themenwahl. Neben Stadtansichten und Landschaften sind auch Portraits zu finden. Sein Selbstbildnis und das Portrait von Barbara Nikodem gehören zu den zentralen Werken seines Oeuvres.
Ausstellungplakat

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